Anschlusszug verpasst - Diese Entschädigungen stehen dir zu

Wer mit der Bahn fährt, schont natürliche Ressourcen und reist entspannt. Zumindest dann, wenn alles gut läuft. Was aber, wenn du deinen Anschlusszug verpasst? Wir zeigen dir, welche Entschädigungen du geltend machen kannst, wenn der Anschlusszug verpasst wurde. Die Hinweise, die wir hier geben, gelten grundsätzlich für den Zugverkehr mit der Deutschen Bahn AG, darüber hinaus auch für den internationalen Zugverkehr, sofern die betreffenden Bahngesellschaften die Europäischen Fahrgastrechte in den einzelnen Normen anerkennen.

Anschlusszug verpasst, die Möglichkeiten

Wenn du deinen Anschlusszug verpasst, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Häufig sind es Verspätungen oder Ausfälle der vorhergehenden Verbindungen die dazu führen. Besonders ärgerlich ist das, wenn es der letzte Zug war, eine Zugbindung oder Sitzplatzreservierung vorliegt oder wenn bei einem Sparpreis die Reise nicht wie geplant durchgeführt werden kann. In allen diesen Fällen stehen dir unter bestimmten Voraussetzungen Entschädigungen zu, die du bei der Bahngesellschaft oder mit unserer Hilfe geltend machen kannst.

Zwingende Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Entschädigungen wenn du deinen anschließenden Zug verpasst, ist der Besitz einer für die jeweilige Strecke gültigen Fahrkarte. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob es sich bei mehreren Reiseabschnitten um eine Gesamtfahrkarte oder um ein einzelnes Ticket handelt. Wichtig ist, dass du die Reise angetreten hast, oder die Reise wegen eines verpassten Anschlusszuges nicht oder nur mit erheblichen Einschränkungen durchgeführt werden konnte.

Keine Entschädigung kannst du verlangen, wenn du wegen deines eigenen Verhaltens den Zug verpasst hast. Beispielsweise dann, wenn du in der Ladenpassage eines größeren Bahnhofes zwischen zwei Reiseabschnitten einen Einkaufsbummel machst und dadurch zu spät zum Gleis kommst.

Eine Entschädigung steht dir aber zu, wenn du den Anschluss-Zug aus objektiven Gründen nicht erreichen konntest. Auch wenn der Zug ausgefallen ist, was unter Umständen auch eine Entschädigung für nachfolgende Reiseabschnitte nach sich ziehen kann.

Wann gibt es eine Entschädigung?

Grundsätzlich hast du einen Entschädigungsanspruch für die gesamte Reisekette. Dabei ist es unerheblich, welcher Zug oder welches Eisenbahnunternehmen verantwortlich ist. Kommst du mehr als 60 Minuten später am Zielbahnhof an, steht dir eine Entschädigung zu. Das gilt insbesondere auch für Fahrten mit Umsteigebahnhöfen, wenn du dort den Anschlusszug aus objektiven Gründen verpasst hast. Wichtig ist, dass du eine Fahrkarte für die Gesamtstrecke hast. Die muss nämlich so ausgestellt sein, dass du die Anschlusszüge unter zumutbaren Bedingungen immer auch erreichen kannst.

Hast du also aufgrund von Umständen, die das Bahnunternehmen zu vertreten hat, deinen Anschlusszug verpasst, stehen dir ab 60 Minuten Verspätung am Zielbahnhof Entschädigungen zu. Bei mehreren Fahrkarten für die Gesamtreisestrecke beachtest du, dass jede einzelne Fahrkarte einen eigenständigen Beförderungsvertrag verkörpert. Entsprechend können Entschädigungen auch nur für die einzelnen Reiseabschnitte mit Verspätungen ab 60 Minuten geltend gemacht werden.

Was steht mir als Entschädigung zu, wenn ich meinen nächsten Zug nicht erreicht habe?

Empfehlenswert ist es, wenn du voraussichtlich den Anschlusszug verpasst, bereits im Zug beim Zugbegleitpersonal nach der Entschädigung zu fragen. Entschädigungen können als Bargeld, Gutschein oder in Form von Kostenübernahme bis 80 Euro für andere Verkehrsmittel oder für die Bereitstellung einer Übernachtung durch das Bahnunternehmen angeboten werden.

Dazu müssen jeweils geeignete Beweismittel vorgelegt werden, die gemeinsam mit dem Fahrgastrechte-Formular einzureichen sind. Beispielsweise das Original oder die Kopie der Fahrkarte oder der Sitzplatzreservierung. Wenn du bei einer Reise mit Zugbindung den Anschlusszug verpasst hast, kannst du alternativ eine andere Zugverbindung nutzen. Das solltest du aber grundsätzlich beim Zugbegleitpersonal anmelden.

Eine Übersichtstabelle zu deinen Ansprüchen bei Verspätung findest du in unserem Artikel zum Thema „Ab wann gibt es wieviel Geld zurück“.

Beträge unter 4 Euro können generell nicht geltend gemacht werden, dann musst du möglicherweise mehrere Zeitkarten geltend machen.

Die Fristen

Entschädigungen für einen verpassten Anschlusszug machst du beim Bahnunternehmen geltend. Dazu nutzt du das Fahrgastrechte-Formular mit den beigefügten Fahrkarten oder noch einfacher das Angebot auf bahn-buddy.de.

Die Ansprüche müssen bis spätestens 1 Jahr nach Ablauf der Geltungsdauer der Fahrkarte gestellt werden. Dazu nutzt du das Fahrgastrechte-Formular oder einen formlosen schriftlichen Antrag an das Bahnverkehrsunternehmen immer unter Beifügung der Fahrkarten oder deutlicher Kopien. Bahn- Buddy.de hilft dir bei der Durchsetzung deiner Entschädigungsansprüche.

Geld zurück auch bei anderen Rechtsproblemen

Bahn-Buddy.de ist Teil der RightNow Group. Wir bieten neben Zugfahrkarten auch Rückerstattungen in weiteren Rechtsbereichen an.

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