Bahn Verspätung: Erstattung schnell und einfach beantragen

Egal, ob Zugverspätung oder gar kompletter Zugausfall, wenn dir eine Entschädigung zusteht, kommt es immer auf die Details an. Wir beantworten die Frage: Ab wann gibt es wieviel Geld zurück? Dabei greifen wir die unterschiedlichen Situationen auf und erklären, welche Ansprüche du gegen die Bahngesellschaften, wie beispielsweise die Deutsche Bahn, hast und wie du diese durchsetzen kannst.

Bahn Verspätung: Geld zurück – und das kinderleicht

Immer, wenn du gegen eine Bahngesellschaft Ansprüche auf Entschädigung oder Erstattung hast, musst du dafür auch die erforderlichen Beweismittel vorlegen. Das sind in aller Regel die zum Reisezeitpunkt gültigen Fahrkarten, auch Zeitkarten, Monatskarten, Sitzplatzreservierungen und die BahnCard 100 zählen zu diesen Beweismitteln. Empfehlenswert ist es, sich Verspätungen und Zugausfälle von den Mitarbeitenden der Bahngesellschaften, bevorzugt vom Zugbegleitpersonal, ausstellen zu lassen. Auch Online Tickets und ähnliche digitale Fahrscheine können als Beweismittel herangezogen werden.

Den Antrag auf Erstattung oder Entschädigung stellst du schriftlich, am besten unter Verwendung des Fahrgastrechte-Formulars, das wir dir hier auch zur Verfügung stellen. Auch ein formloser Antrag ist im ersten Schritt möglich. Meist bekommst du dann aber auch das Fahrgastrechte-Formular ausgehändigt oder zugesandt.

Wichtig: Fristen einhalten!

Wenn du Ansprüche gegen eine Bahngesellschaft wegen Zugverspätung oder Zugausfall hast, musst du die Verjährungsfrist von einem Jahr ab Zeitpunkt der Verspätung oder des Zugausfalls beachten. Bei Wochenkarten oder Monatskarten kannst du die Ansprüche auch bis zum Ablauf der Geltungsfrist sammeln.

Weiter zu beachten: Stellt das Bahnunternehmen angemessene alternative Reisemittel oder Verbindungen zur Verfügung, dann musst du diese annehmen und kannst keine Entschädigung verlangen, es sei denn, die zumutbare Fortsetzung der Reise kann damit nicht gesichert werden oder der Sinn und Zweck der Reise entfällt dadurch. Werden in besonderen Fällen durch die Bahnunternehmen Übernachtungen organisiert und bezahlt, kannst du dafür auch keine zusätzliche Entschädigung oder Erstattung einfordern.

Bahn Verspätung: Ab welcher Verspätung gibt es wieviel Geld zurück?

Zunächst die Einschränkungen: Erstattungen unter 4 Euro werden nicht vorgenommen. Hier kannst du aber innerhalb der Verjährungsfrist auch mehrere "Fälle" sammeln. Hast du alternative Beförderungsmittel genutzt oder bei Nichtzumutbarkeit der Fortsetzung der Reise in einem Hotel übernachtet, beträgt die maximale Rückerstattung jeweils 80 Euro. Auch hier Quittungen und Belege aufbewahren und vorlegen.

Musst du wegen Wegfall des Reisegrundes oder bei Zugausfall die Rückreise zum Abfahrtsort antreten, können die Kosten dafür auch erstattungsfähig sein. Das richtet sich jedoch nach dem konkreten Reisefall.

Bei Gesamtfahrkarten für Hin- und Rückfahrt wird jeweils der halbe Ticketpreis zur Grundlage der Berechnung der Entschädigung gelegt. Können Sitzplatzreservierungen nicht wahrgenommen werden, sind diese voll zu erstatten. Das gilt auch für den Aufschlag für die 1. Klasse, wenn du diese nicht nutzen konntest.

Erstattung bei Zugausfall

Wenn du bei Zugausfall von der Reise zurücktrittst, ist der volle Ticketpreis zu erstatten. Handelt es sich um einen Streckenabschnitt, ist der anteilige Preis zu erstatten. Unter Umständen sind die Kosten für die Rückreise zum Abfahrtsbahnhof, Kosten für alternative Reisemittel oder Übernachtungskosten zu erstatten.

Entschädigung bei Bahn Verspätung

Entschädigungen bei Verspätung richten sich konsequent nach den konkreten Umständen. Für Verspätungen unter 30 Minuten gibt es generell keine Entschädigung. Auch über 30 Minuten Verspätung bis zu einer Stunde liefern nach den Fahrgastrechten keinen Grund zur Entschädigung. Erst ab 60 Minuten Verspätung, also ab einer Stunde, können Entschädigungsansprüche geltend gemacht werden.

Für Verspätungen ab einer Stunde sind 25% des Ticketpreises für die einfache Fahrt zu erstatten. Für Verspätungen ab zwei Stunden sind 50% des Ticketpreises für die einfache Fahrt zu erstatten.

Bei Zeitkarten des Nahverkehrs, Länder-Tickets, Quer-durchs-Land-Tickets, Schönes-Wochenende- Tickets gilt: Bei Verspätungen ab 1 h/60 min bedeutet das in der 1. Klasse: 2,25 Euro, in der 2. Klasse: 1,50 Euro.

Bei Zeitkarten des Fernverkehrs werden ab 60 Minuten Verspätung in der 1. Klasse 7,50 Euro, in der 2. Klasse 5,00 Euro erstattet.

Bei der BahnCard 100 werden 15 Euro in der 1. Klasse und 10 Euro in der 2. Klasse erstattet.

Maximal werden bei Zeitkarten nicht mehr als 25% des Preises erstattet. Die Erstattung kann in Bargeld oder als Gutschein erfolgen. Entschädigungen unter 4 Euro sind nicht möglich. Hier verweisen wir auf die Möglichkeit des Ansammelns von Ansprüchen innerhalb der Verjährungsfrist.

Welche Ansprüche du je nach Art des Tickets und der Länge der Verspätung hast, haben wir hier noch mal für dich in einer Tabelle zusammengefasst:

Normalfahrkarte
ab 60 Minuten Verspätung am Zielbahnhof 25% des Fahrkartenpreises
ab 120 Minuten Verspätung am Zielbahnhof 50% des Fahrkartenpreises
Zeitkarten des Nahverkehrs (pauschal) Schönes-Wochenende-Ticket Quer-durchs-Land-Ticket
2. Klasse 1,50 Euro
1. Klasse 2,25 Euro
Zeitkarten des Fernverkehrs
2. Klasse 5,00 Euro
1. Klasse 7,50 Euro
BahnCard 100
2. Klasse 10,00 Euro
1. Klasse 15,00 Euro

Unabhängig von den Erstattungen und Entschädigungen bei Zugausfall oder Zugverspätung ergeben sich weitere Fahrgastrechte, die dem Reisenden auf Nachfrage vom Zugbegleitpersonal oder an den Bahnschaltern umfänglich mitzuteilen sind.

Geld zurück auch bei anderen Rechtsproblemen

Bahn-Buddy.de ist Teil der RightNow Group. Wir bieten neben Zugfahrkarten auch Rückerstattungen in weiteren Rechtsbereichen an.

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